Chronischer Schnupfen, Asthma und eosinophile Plaques

Am 12.10. 2010 wird mir Elvis, ein Britisch Shorthair-Kater vorgestellt. Er ist 2003 geboren, also fast acht Jahre alt, und wurde damals vom Züchter erst verspätet abgegeben, weil er einen heftigen Schnupfen hatte. Weiter...

 

 

Bereits mit 2 Jahren musste ihm ein Zahn gezogen werden. Die notwendige Narkose hat Elvis recht schlecht vertragen, war danach extrem anlehnungsbedürftig und hat sich nur langsam wieder erholt. In der folgenden Zeit begann sich ein asthmatischer Husten zu entwickeln und ein Jahr später war nochmals eine Narkose nötig, weil sich im Mundwinkel eine Geschwulst gebildet hatte. Worum es sich dabei genau handelte, wurde allerdings nicht untersucht. Elvis bekam vom damals behandelnden Tierarzt Cortison verschrieben, das er während der folgenden vier Jahre ständig verabreicht bekam. Die Besitzer konnten sich nicht mehr erinnern, ob Elvis das Medikament wegen des asthmatischen Hustens oder wegen der Zahnfleischprobleme nehmen sollte. 2007 musste ein weiterer Zahn gezogen werden und 2009 setzten die Besitzer das Cortison selbständig ab, da sich an der Husten-Symptomatik nichts verändert hatte. Zweimal im Jahr leidet Elvis auch an eosinophilen Geschwüren im Kopfbereich.

Elvis sitzt während der Anamnese in seinem Korb ohne sich zu bewegen und denkt auch nicht daran heraus zu kommen. Auch zuhause ist er eher faul, wechselt aber häufig seine Liegeplätze und liegt gerne direkt am Gesicht abgestützt. Einmal täglich spielt er mit dem Golden Retriever der Familie fangen, das dauert bis zu zehn Minuten. Auch mit fremden Hunden, die zu Besuch kommen, spielt er. Ängste hat er keine, sitzt gerne am Fenster und schaut hinaus. Das tut er auch zu Silvester ganz unerschrocken.

Zornig wird er nur, wenn die Tochter ihn ärgert, da schaut er zuerst richtig böse, dann pratzelt er und beißt auch.  Besucher muss er immer als erster begrüßen, lässt sich von ihnen kurz streicheln und zieht sich dann zurück. Überhaupt ist er sehr stur, wenn er etwas möchte, sogar provokant. Wenn er irgendwo kratzt, und das tut er häufig und überall, kann man ihn kaum vertreiben. Nicht einmal, wenn man ihn wegstupst gibt er nach. Er ist schon ein recht selbstbewusster Kerl. Wenn ihm in der Nacht langweilig ist, kann er sehr laut miauen. Auf Streicheleinheiten legt er keinen besonderen Wert.

Elvis würde fressen, bis er platzt, wird aber auch nicht lästig, wenn er nichts mehr bekommt. Allerdings hat er eine ganz unangenehme Angewohnheit: er liebt Plastik-Klebestreifen, wie Tixo, und würde sie auch fressen, wenn man nicht aufpasst. Sein Durst ist groß, die Besitzer sehen ihn mindestens zweimal täglich große Mengen trinken.

Die klinische Untersuchung lässt Elvis ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen. Zu seinem asthmatischen Husten und seiner flachen Nase hat er leider auch noch ganz winzig kleine Nasenlöcher, aus denen eine klare Flüssigkeit läuft. Die verengten Nasenwege erzeugen bereits so ein lautes röchelndes Atemgeräusch, dass die Lunge beim Abhören kaum zu beurteilen ist.

Der Hals ist sehr berührungsempfindlich und im Bereich der Zungenwurzel finde ich dicke eosinophile Plaques, die fast den ganzen Rachenraum ausfüllen. Es überrascht mich, dass Elvis noch nie Probleme beim Schlucken hatte.

Elvis bekommt seine homöopathische Arznei seit 12.10.2010 in steigenden Q-Potenzen. Angesichts der winzigen Nasenlöcher bin ich etwas skeptisch, wie weit eine deutliche Besserung der Atemsituation zu erreichen ist. Doch bereits eine Woche später ist das röchelnde Geräusch in der Nase verschwunden.

Am 7.12.2010 ist Elvis zu einer Kontrolle da, weil ich die Situation im Rachen gerne überprüfen möchte. Die eosinophilen Platten im Rachen sind bis auf einen kleinen Bereich verschwunden und nur noch ganz blass.

Bis zum heutigen Zeitpunkt (28.2.2011) geht es Elvis prächtig. Die Hustenattacken sind völlig verschwunden und die Nase ist komplett frei.

Nachtrag Dezember 2012: Wir haben zwischenzeitlich einen Allergietest bei Elvis durchgeführt und seine Fütterung umgestellt. Er bekommt nach wie vor ausschließlich homöopathische Arzneien. Sein Asthma und die massiven Entzündungen im Maul sind völlig verschwunden, der chronische Schnupfen flackert leider nach wie vor immer wieder einmal auf, ist aber dennoch homöopathische besser zu beeinflussen als in den Jahren davor.

Tierarztpraxis Kitzweger

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