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Therapie-Hinweise

Nadine Haase - Fotolia.com

Therapieverlauf - Für Besitzer die mit Ihrem Tier bei mir in Behandlung sind:

Ich möchte hier noch einmal für meine Patienten zusammenfassen, worauf Sie als Besitzer während der Therapie ihres Tieres achten müssen.

Telefonische Rückmeldungen bitte nach Möglichkeit während der Telefon-Ordination: Mo. bis Fr 8-9 Uhr

VERABREICHUNG DER HOMÖOPATHISCHEN ARZNEI:

  1. Homöopathische Arzneien sollen immer über die Schleimhäute aufgenommen werden. Damit es zu keine Störungen in der Wirkung kommt sollt Ihr Tier 10 Minuten vor der Arzneigabe und 10 Minuten danach nichts zum Fressen bekommen.
  2. Bei widersetzlichen Katzen können Tropfen auch in das Ohr verabreicht werden.
  3. Mitgegebene Globuli können auch in etwas Wasser aufgelöst werden, wenn sie so leichter zu verabreichen sind.
  4. Die Häufigkeit der Gaben richtet sich nach der Erkrankung und der verwendeten Potenz (siehe auch: Potenzen) und variiert im Extremfall zwischen mehrmals täglich bis zu einer Gabe alle 1-6 Monate. Die Gabenhäufigkeit habe ich daher mit Ihnen individuell besprochen. Bitte halten Sie ich unbedingt daran, da zu häufige Gaben zu starken Verschlimmerungen führen können. Falls Sie den "Beipackzettel" für Ihre Arznei verloren haben, kann ich Ihnen gerne telefonisch weiter helfen.
  5. Falls sie Tropfen zur täglichen Verabreichung mitbekommen haben, vergessen Sie bitte nicht die Flasche vor der Verabreichung zu schütteln!

WAS TUE ICH, WENN...

Bitte melden Sie sich immer dann bei mir, wenn Dinge eintreten, die Ihnen eigenartig erscheinen.

Als Hilfe habe ich Ihnen hier einige Dinge aufgelistet, die sie wissen sollten, um den Verlauf zu beurteilen.

  1. Eine akute Erkrankung (z.B. Erkältung, Durchfall, Verstauchung etc.) eines sonst völlig gesunden Tieres muss sich unter homöopathischer Behandlung rasch bessern.
    1. Die Heilungsgeschwindigkeit ist der Erkrankungsentstehung dabei meist ähnlich (ein Husten, der innerhalb von wenigen Stunden sehr heftig geworden ist, heilt meist auch innerhalb von wenigen Stunden unter homöopathischer Therapie. Ein Durchfall, der sich über mehrere Tage entwickelt hat, benötigt meist auch einige Tage, bis er völlig abheilt)
    2. In jedem Fall muss sich das Allgemeinbefinden des Patienten rasch bessern, auch wenn die körperlichen Symptome noch vorhanden sind.
    3. Arzneimittelgabe: Die mitgegebene Arznei (meist Globuli in C- oder D-Potenzen - s. Abschnitt Potenzen) wird meist in einem Glas Wasser aufgelöst und mehrmals täglich verabreicht (jeweils ein Teelöffel nach kräftigem Umrühren). Die nächste Gabe sollte im Idealfall dann gegeben werden, wenn die Besserung stagniert oder es dem Tier wieder beginnt etwas schlechter zu gehen. Da das häufig für Tierbesitzer nicht leicht zu bestimmen ist, kann die Arznei auch alle 2-3 Stunden verabreicht werden (das Tier aber nicht extra für die Verabreichung wecken, wenn es schläft!).
    4. Wenn sich ihr Tier nicht spätestens nach einem Tag besser fühlt melden Sie sich bitte telefonisch bei mir oder vereinbaren Sie einen Kontrolltermin.
    5. Keinesfalls dürfen Sie hohe Potenzen über mehrere Tage verabreichen. Wenn sich keine Besserung einstellt, ist das Mittel meist falsch und es muss gewechselt werden.
  2. Akute Erkrankung während einer chronischen Therapie:
    Wenn Ihr Tier wegen einer chronischen Erkrankung (z.B. Allergie, häufige Blasenentzündungen, psychische Probleme, wiederkehrende Erkältungen, Diabetes mellitus etc.) in homöopathischer Behandlung ist und es erscheint plötzlich eine akute Erkrankung (z.B. Ohrenentzündung, Husten, Mandelentzündung, Hautausschläge etc.), sollte keinesfalls ohne Rücksprache mit mir eine schulmedizinische Therapie des akuten Problems erfolgen, denn...
    1. es könnte sich um eine "Heilreaktion" im Laufe der Therapie handeln. Eine Unterdrückung dieser Symptome mit Schmerzmittel, Antibiotika etc. könnte die chronische Krankheit verschlimmern.
    2. es könnte sich um eine Erstverschlimmerung handeln
    3. es könnte sich um Prüfungssymptome auf die chronische Arznei handeln (sollte nur bei falscher Anwendung passieren)
    4. es könnte sich um das Erscheinen einer neuen Krankheitsschichte (s. Miasmen) handeln.
    5. In all diesen Fällen muss von mir eruiert werden um welche der angeführten Möglichkeiten es sich handelt. Es sollte, falls überhaupt nötig, nur homöopathisch eingegriffen werden, um die Heilung der chronischen Krankheit nicht zu beeinträchtigen.
    6. Rufen Sie mich an oder vereinbaren Sie einen Termin! Vermeiden Sie schulmedizinische Behandlungen bevor Sie mit mir gesprochen haben!
  3. Chronische Erkrankungen:
    Gerade in chronischen Fällen ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Tierbesitzer und Tierarzt unbedingt erforderlich, wenn die Behandlung von Erfolg gekrönt sein soll. Es ist nicht immer möglich beim ersten Mal das richtige Arzneimittel zu finden und in komplizierten Fällen kann ein Tier auch verschiedene Arzneien benötigen, bis eine vollständige Heilung eintritt. Durch die Veränderung der Symptome beim Tier wird der Homöopath das nächste angezeigte Mittel finden. Eine gute Beobachtungsgabe des Besitzers ist dabei unbedingt erforderlich.
    1. Heilungsgeschwindigkeit: Erkrankungen, die schon sehr lange bestehen benötigen auch längere Zeit um zu heilen (eine jahrelang bestehende Allergie brauch wesentlich länger als eine kürzlich entstandene wiederkehrende Blasenentzündung). Aber auch bei langen Erkrankungen sollte innerhalb von 3-4 Wochen eine Änderung festzustellen sein.
    2. Häufig verbessert sich zunächst das Allgemeinbefinden (Tier spielt wieder lieber, schläft tiefer etc.) während die lästigen Symptome noch weiter bestehen . Es ist aber schon ein guter Hinweis darauf, dass die Arznei richtig gewählt wurde.
    3. Wenn eine akute Erkrankung während einer homöopathischen Therapie auftritt: (s. Punkt 2)
    4. Melden Sie sich unbedingt bei mir oder vereinbaren Sie einen Termin wenn:
      • Neue Symptome auftreten, die ihr Tier bisher noch nie hatte
      • Nach 3-4 Wochen keine Besserung eingetreten ist (wenn ich mit Ihnen kürzere Abstände vereinbart habe, melden Sie sich bitte früher!)
      • Alte Symptome auftreten, die Ihr Tier früher einmal hatte
      • Sich Dinge deutlich ändern (z.B. Trinkverhalten, Wärmebedürfnis, Freundlichkeit etc.)
      • Sich der Zustand Ihres Tieres verschlechtert statt bessert
      • Ihr Tier wieder gesund ist (auch das weiß ich gerne!)

LAGERUNG DER ARZNEI:

Wenn Sie Arzneien von mir mitbekommen haben oder eine homöopathische Hausapotheke besitzen, sollten Sie unbedingt folgende Punkte beachten:

  • Die Arzneien nicht im Sonnenlicht stehen lassen, am besten in einem Schrank aufbewahren
  • Die Arznei nicht in der Nähe elektromagnetischer Strahlung lagern (Mikrowelle, Handy sind besonders schlecht, aber auch nicht neben dem Fernseher)
  • Homöopathische Arzneien in flüssiger Form (Tropfen)sollten wegen der Verschüttelung nicht transportiert werden