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Impfschema

Für viele Schulmediziner, ob nun Veterinär- oder Humanmediziner, kann es gar nicht genug Impfungen geben. Sie halten Impfungen für unverzichtbar. Natürlich mag es richtig sein, dass eine Impfung schon so manchen vor einer Infektion geschützt hat.

Die Frage nach den Impf-Nebenwirkungen oder den langzeitigen Folgewirkungen werden allerdings meist als übertrieben abgetan. Was nicht als Impfreaktion bewiesen werden kann, wird nicht als solche anerkannt.

Soweit mir bekannt ist, gibt es keine einzige Studie, in der Folgewirkungen nach Impfungen über einen längeren Zeitraum als 14 Tage beobachtet worden wären.

Andererseits gibt es auch heute immer wieder Fälle in denen ein ganzer Wurf Welpen an Staupe, H.c.c., Katzenschnupfen oder einer anderen Seuche verstirbt.

Aber auch für erwachsene Tiere ist ein regelmäßiger Tierarztbesuch einmal jährlich sehr empfehlenswert, auch wenn dabei nicht immer eine komplette Vielfach-Impfung statt finden muss. Sehr häufig werden bei der klinischen Routineuntersuchung nämlich Erkrankungen festgestellt, deren sich der Besitzer noch gar nicht bewusst war. Und gerade homöopathisch kann man in solchen Fällen die Gesundheit des Tieres rasch und wirkungsvoll wieder herstellen.

Impfen mit Maß und Ziel ist daher für mich die Devise. Die Erstellung eines individuellen Impfplanes für jedes Tier ist der sicherste Weg um sowohl Seuchenausbrüchen als auch unnötigen Impfbelastungen gleichermaßen vorzubeugen.

Das derzeit gültige Impfschema für Katzen:

Katzenseuche und Katzenschnupfen ist auch für reine Wohnungskatzen notwendig.
Leukose und FIP ist für alle Tiere die ins Freie dürfen oder sonstwie Kontakt zu anderen Katzen haben können (Tierpension, etc.) sehr zu empfehlen. Vor der Impfung sollte ein Bluttest durchgeführt werden.
Tollwut ist für alle Freigänger am Stadtrand oder am Land nötig.

Impfzeitpunkt (9.)-10. Woche 12.-14. Woche 16.-18. Woche 19.-21. Woche jährlich
Katzenseuche X X     X
Katzenschnupfen X X     X
Leukose     X X X
FIP     X X X
Tollwut     X X X

Der individuelle Impfplan für Ihre Katze richtet sich nach ihrem Alter, ob sie Kontakt zu anderen Katzen haben wird, ob sie Freigänger ist und auch nach dem Impfstatus des Muttertieres.

Das derzeit gültige Impfschema für Hunde:

Wie Sie vielleicht schon gehört haben, wird das bisherige Impfschema für Hunde zurzeit heftig diskutiert. Seit ein Tollwutimpfstoff für die Impfung mit 2-jährigem Abstand zugelassen ist, herrscht große Verwirrung.
In der Werbung wird leider nicht darauf hingewiesen, dass dieses vergrößerte Intervall nicht für alle Erkrankungen gilt, gegen die Ihr Hund geimpft werden sollte. Wir haben daher den aktuellen, nach dem letzten Stand der Wissenschaft erstellten Impfplan für Hunde hier zusammengefasst, damit Sie einen Überblick über die neue Situation haben.

Wichtig ist, dass das neue Impfschema nur dann gilt, wenn der Hund eine vollständige Grundimmunisierung hat, zu der auch die Auffrischung nach dem ersten Jahr zählt und dass auch tatsächlich jene Impfstoffe verwendet wurden, die für diese längeren Intervalle zugelassen sind.

1. Grundimmunisierung:
 

8.LW 12.LW 14.LW 16.LW 18.LW 20.LW 1 Jahr später
Staupe X X         X
Parvovirose X X   X     X
Hepatitis X X         X
Leptospirose X X         X
Zwingerhusten X X         X
Tollwut       X   X X
(Borreliose)     (X)   (X)   (X)

LW = Lebenswoche

Borreliose (Zeckenimpfung): Ob eine Zeckenimpfung durchgeführt wird, muss individuell je nach Lebenssituation des Hundes entschieden werden.
Die Impfung sollte dann zwischen November und Jänner durchgeführt werden, fällt also nur dann auf die 14. und 18. Lebenswoche, wenn der Hund im Sommer geboren ist. Anderenfalls wird die Impfung im nächsten Winter begonnen.

Impfbeginn: Bei Rassehunden vom Züchter wird die erste Impfung meist schon vor der Abgabe des Hundes durchgeführt. Bei älteren Welpen oder auch ausgewachsenen Hunden, die bisher nicht geimpft wurden, sollte die Grundimmunisierung so rasch wie möglich beginnen. Das Schema bleibt dabei gleich (Impfabstand von jeweils 4 Wochen).

2. Auffrischungsimpfungen:
 

jährlich alle 2-3 Jahre
Staupe   X
Parvovirose   X
Hepatitis   X
Leptospirose X  
Zwingerhusten X  
Tollwut   X
(Borreliose) (X)  


Fazit:

Wie sie sehen ist auch in Zukunft eine jährliche Impfung nötig, es müssen aber nicht alle Komponenten aufgefrischt werden.