Möglichkeiten-Grenzen

Möglichkeiten - Was kann mit Homöopathie geheilt werden:

Als Regulationstherapie (siehe auch: Was ist Homöopathie) ist die Homöopathie prinzipiell in der Lage alle Krankheiten zu heilen, solange die Selbstheilungskräfte des Körpers noch aktiviert werden können. Alle Erkrankungen, die prinzipiell reversibel sind, können homöopathisch behandelt werden.

Um einige Beispiele zu nennen:

  • Akute Erkrankungen (Katzenschnupfen, Durchfälle, Hautinfektionen, Zwingerhusten, Bronchitis, Lungenentzündungen, ...)
  • Rezidivierende akute Erkrankungen - sie zählen in der Homöopathie zu den chronischen Erkrankungen (häufige Mandelentzündungen, wiederkehrende Blasenentzündungen, FLUDT, ...)
  • Verletzungen (Verstauchungen, Prellungen, stumpfe Traumen, ...)
  • Chronische Erkrankungen (Allergien, Durchfälle, Epilepsie, Hauterkrankungen, Tumore, ...)
  • Psychische Erkrankungen - Verhaltensstörungen (Stubenunreine Katzen, verschiedenen Ängste, ...)

Grenzen - Was kann nicht homöopathisch geheilt werden:

Wie jede Therapieform hat auch die Homöopathie ihre Grenzen.

Die Grenze liegt einerseits da, wo die "Lebenskraft" zu schwach ist, um noch aktiviert werden zu können, wo Organe bereits strukturell verändert sind, andererseits gibt es einige wenige Fälle, wo andere Methoden schneller und sicherer zu einer Heilung führen (z.B. Akuter Notfall, Chirurgie bei komplizierten Brüchen). In diesen Fällen ist die Homöopathie aber begleitend ebenfalls sinnvoll, da sie sehr häufig zu rascherer Heilung führt.

Im Einzelfall bedeutet das:

  • Akute Erkrankungen: bei sehr schweren Infekten und stark geschwächten Patienten kann die Verabreichung von schulmedizinischen Medikamenten nötig werden (Antibiotikum etc.). Allerdings ist das nur sehr selten der Fall.
  • Rezidivierende Erkrankungen: sie entstehen oft erst durch zu häufige Anwendung von Antibiotika u.a. schulmedizinischen Therapien. Mit einer konstitutionellen homöopathischen Therapie sind diese Probleme meist gut zu beheben.
  • Verletzungen: Knochenbrüche, Schnittwunden, starke Blutungen sind selbstverständlich eine Indikation für chirurgische Maßnahmen. Doch auch hier kann mit der Homöopathie der Heilungsverlauf stark beschleunigt werden.
  • Chronische Erkrankungen sind der häufigste Grund, warum Tierbesitzer von der Schulmedizin zur Homöopathie wechseln. Vornehmlich deshalb, weil immer mehr Widerstand gegen ständige Medikamentengaben wächst. Auch Tierbesitzern wird mehr und mehr bewusst, dass die Nebenwirkungen von Langzeittherapien oft nicht weniger schlimm sind als die ursprüngliche Erkrankung des Tieres. Da die Schulmedizin aber bei chronische Erkrankungen keine Heilung herbeiführen kann, sondern sich auf die Unterdrückung der Symptome beschränkt, läuft die Therapie einer chronischen Erkrankung fast immer auf eine dauernde Medikamenteneinnahme hinaus. Natürlich ist auch homöopathisch nicht jede chronische Krankheit heilbar. Das liegt schon daran, dass häufig genetisch bedingte Veranlagungen bestehen (z.B. Allergie). Trotzdem ist auch in diesen Fällen zumindest eine deutliche Besserung möglich.

Ich möchte einige Beispiele anführen, die zu den häufigsten Behandlungen in meiner Praxis gehören:

ALLERGIEN:  Allergien äußern sich beim Tier meist durch chronischen Juckreiz mit allen Folgen des ständigen Kratzens, wie eitrigen Hautinfektionen, Schlafmangel etc.  Da eine genetische Grundlage für Allergien nachgewiesen ist und sie daher nicht wirklich "heilbar" sind, könnte man meinen, auch homöopathisch wenig tun zu können. In der Praxis sieht das aber zum Glück ganz anders aus.  In "frischen" Fällen, wenn die Allergie also erst kürzlich in Erscheinung getreten ist, erfolgt eine Besserung oft sehr rasch (manchmal innerhalb von Tagen). Wenn das Tier schon seit Jahren an Juckreiz leidet, dauert es oft auch einige Monate, bis man eine Abnahme des Juckreizes feststellen kann. Meist bessert sich in diesen Fällen zunächst erst das Allgemeinverhalten der Tiere. Sie schlafen wieder ruhiger, sind ausgeglichener etc.  Tiere, die noch nicht schulmedizinisch vorbehandelt sind, reagieren deutlich besser auf die homöopathische Therapie, als solche, die schon über lange Zeit mit Cortison oder Antihistaminika behandelt wurden.  Viele Patienten bekommen auch immer wieder einmal leichte Rückfälle, die aber meist mit der passenden Arznei abgefangen werden können.

STUBENUNREINE KATZEN und HUNDE:  Wenn Katzen, die früher sauber waren, nicht mehr stubenrein sind, hat das immer psychische Gründe (sofern es nicht organische Gründe wie Blasenentzündungen etc. gibt). Es ist immer das Ziel den Grund für diese Störung zu eruieren und ihn, wenn möglich, zu beseitigen. Katzen, deren Haltung in vielerlei Hinsicht nicht artgerecht ist, kann auch homöopathisch nicht geholfen werden.  Wenn die Gründe aber nicht zu schwerwiegend sind (viele Katzen werden schon unsauber wenn Besuch da war, eine neue Katze kommt etc.), kann den Katzen aber homöopathisch sehr gut geholfen werden. Etwa 70-80% der Katzen sprechen gut auf eine homöopathische Therapie an.  Die Mehrzahl dieser Tiere wird innerhalb von 2-3 Wochen wieder sauber, bei manchen muss die Arznei immer wieder einmal wiederholt werden. Bei den übrigen Tieren tritt zumindest eine deutliche Besserung der Situation ein.

Bei Hunden ist die Situation grundlegend anders. Da der Hund ein Rudeltier ist, ist er durch das Verhalten seiner "Rudelmitglieder", also der Familie, in der der lebt, wesentlich zu beeinflussen. Wenn der Hund keinen festen Platz im "Familienrudel" hat, reagiert er mit Ängstlichkeit, Unsicherheit, Aggression und möglicherweise Stubenunreinheit.  Die Homöopathie kann eine gut funktionierende Hierarchie im "Familienrudel" niemals ersetzen. Daher ist immer ein genauer Trainingsplan für die ganze Familie nötig. Trotzdem kann die Homöopathie aber gemeinsam mit einem passenden Training die Psyche des Hundes so weit stabilisieren, dass er sich wesentlich leichter in die neue unvermeidliche Situation einer gefestigten Rangordnung einfügen kann.

EPILEPSIE:  Bei etwa einem Drittel der Epileptiker kann die alleinige homöopathische Therapie eine deutliche Verbesserung oder auch Heilung bewirken. Ein Drittel kommt mit gleichzeitiger homöopathischer und schulmedizinischer Therapie gut aus, wobei die schulmedizinischen Medikamente häufig geringer dosiert werden können. Beim letzten Drittel hat die Homöopathie leider offensichtlich keinen positiven Effekt.

ARTHROSEN: Arthrosen führen bei konventioneller Therapie fast immer irgendwann zu einer Dauermedikation mit Schmerzmitteln. D.h. es wird überhaupt nichts an den Arthrosen selbst "geheilt" sondern lediglich die Schmerzempfindung und Entzündungsreaktion unterdrückt. Homöopathische Arzneien sind häufig ebenso gut in der Lage den Schmerz einzudämmen ohne die häufig schwerwiegenden Nebenwirkungen der schulmedizinischen Medikamente. In frischeren Fällen, kann es auch zur Rückbildung von Arthrosen und zu einer allgemeinen Besserung des Gesundheitszustandes kommen.

TUMORE:  Die Behandlung von Tumoren ist eines jener Themen, denen mein ganz spezielles Interesse gilt.  Es gibt in verschiedenen Ländern spezielle humanmedizinisch-homöopathische Kliniken (wie z.B. in der Schweiz) die sich speziell mit der Therapie von Krebs beschäftigen. Sie haben z.T. sehr gute Erfolgen, wobei diese Art der Erkrankung auch für die Homöopathie eine der am schwierigsten zu behandelnde ist. Und selbstverständlich kann nicht jeder Tumorpatient geheilt werden. Das liegt daran, dass bei diesen Patienten schon über lange Zeit die Immunabwehr nicht mehr adäquat funktioniert. Erst dadurch können Krebszellen wachsen ohne vom Körper eliminiert zu werden.  Aber auch bei gleichzeitiger Chemotherapie wird die Homöopathie zur Minderung der Nebenwirkungen eingesetzt.

Zurzeit behandle ich Tumorpatienten meist gleichzeitig homöopathisch und mit phytotherapeutischen Präparaten zur Abwehrsteigerung.  Bei einigen Tumoren konnte ich bisher einen Stillstand des Wachstums erreichen, in Einzelfällen auch eine Verringerung der Tumorgröße.  Prinzipiell kann ein Tumor natürlich in vielen Fällen auch operativ entfernt werden. Da aber die Erkrankung selbst, nämlich die Unfähigkeit des Immunsystems Tumorzellen zu bekämpfen, damit nicht "geheilt" ist, sollte aus homöopathischer Sicht zuerst mit der Arznei-Therapie begonnen werden. Ob die richtige Arznei gewählt wurde lässt sich häufig nur am Tumorwachstum selbst beurteilen. Das ist natürlich nicht mehr möglich, wenn der Tumor sofort entfernt wurde. Eine chirurgische Entfernung kann, falls nötig, zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden, wenn der Tumor durch langsameres Wachstum anzeigt, dass sich die Gesamtsituation der Abwehrlage gebessert hat.

Tierarztpraxis Kitzweger

Klassische Homöopathie

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